Salam aus Ostjava

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Hallo meine Lieben!

Meine Highlights im Osten von Java: Mount Bromo, Ijen und drei Franzosen!

Meine Reise ging mit drei Franzosen – Thibaut mein Reisepartner seit Jakarta und das Pärchen Nicolas und Sabine – von Karimunjawa nach Surabaya.
Die Weiterreise dauerte mit dem Bus wiederum mehrere Stunden, so dass wir einen ganzen Tag damit verbrachten von Karimunjawa nach Surabaya zu gelangen (Abfahrtszeit mit der Fähre war 8 Uhr, Ankunftszeit im Hotel 22 Uhr). Und glücklicherweise hatte das aus dem Lonely Planet ausgesuchte Hotel (eine alte Villa mitten in der Stadt) noch genau ein Zimmer frei. Das französische Pärchen Sabine und Nicolas war so nett und ließ uns den Vortritt für das letzte Zimmer und versuchte und fand ihr Glück in einem anderen Hotel zwei Häuser weiter.
Zunächst gings nur mehr ins moskitofreie und klimatisierte Zimmer, um zu schlafen. Am nächsten Morgen nach dem dürftigen Frühstück, nämlich Weißbrot, einer etwas seltsam schmeckenden Butter und Tee aus der Thermoskanne, machten Thibaut und ich uns auf dem Weg ins arabische Viertel der Stadt. Im Anschluss gings noch ins Museum der indonesischen Zigarettenmanufaktur Sampeone.
Dort trafen wir auch Sabine und Nikolas zufällig wieder mit denen wir gemeinsam nach Chinatown weiter spazierten. Leider hat auch hierwie in der Großstadt Wien am Sonntag alles geschlossen. Mehr als das Eingangsschild mit dem Wort Chinatown konnten wir jedoch nicht finden. Und das Beste: es waren weit und breit keine Chinesen Sicht!
Abends wieder in unserem Viertel angekommen tummelten sich bereits tausende Indonesier, da ein großes Stadtfest mit Livemusik, unzähligen Essens- und Trinkständen (ausschließlich alkoholfrei!) stattfand. Die größte Attraktion war jedoch Thibaut! „Mister picture“ hieß es zig Male am Abend! :-) Tja mit blonden Haaren, heller Haut und blauen Augen fällt man hier halt einfach auf :-).
Leider wurde die Veranstaltung von Sturm und schweren Regen frühzeitig menschenleer.
Am nächsten Tag wurde mal ausgeschlafen (tagelang im Bus sitzen, dazu heißes Wetter und zwischendurch Backbag schleppen machen echt müde) und recherchiert, wie wir am Besten zum Vulkan Mount Bromo kommen. Wegen dem wir schließlich hierher gereist sind. Schlussendlich entschieden wir vier uns statt für ein paar wenige Stunden ein Zimmer zu nehmen, mit einem privaten Fahrer um Mitternacht loszufahren (Anfahrtszeit 3 Stunden, das bedeutet wir sind pünktlich zum Sonnenaufgang dort!). Das hieß aber auch, dass wir den langen Tag überbrücken mussten ehe es losging. Und soviel gibt’s in Surabaya nicht zu sehen. Also was macht man? Wir gingen ins Kino!! Das Nächste war gleich zehn Gehminuten vom Hostel entfernt. Perfekt! Gozilla in Englisch mit indonesischen Untertiteln (Ja er war durchaus gut!).
Um Mitternacht ging die Reise zum Bromo dann endlich los!
Die Fahrt dauerte doch tatsächlich nur drei Stunden! Ungewöhnlich für Indonesien in der geplanten und vorausgesagten Zeit anzukommen!
Dort packten wir uns zunächst in warme Kleidung und dann ging die einstündige Wanderung los. Dachten wir ;-)….
An uns vorbei rauschten hunderte Jeeps und Ojeks, die die Leute zum Sonnenaufgang zum Aussichtspunkt brachten.
Nach gut einer Dreiviertelstunde meinte ein stehengebliebener Ojekfahrer, dass wir nicht rechtzeitig oben sein werden, da wir leider anstelle des Abschneiders, den langen Weg am Krater vorbei entlang gingen. Die Leute haben uns doch tatsächlich den falschen Weg gesagt! So entschieden wir uns kurzerhand doch ein Ojek zu nehmen, um rechtzeitig zum Aussichtspunkt zu kommen! Schließlich sind wir ja zum Sonnenaufgang hergekommen und den dann zu verpassen wäre mehr als mies. So fuhren wir auf einem Ojek zu dritt zum Aussichtspunkt! :-) Etwas leichtsinnig mag man denken, aber günstig wars und Spaß machte es obendrein und(!) wir waren vorm Sonnenaufgang oben!
Es tummelten sich hunderte Leute, um den Moment zu erleben!
Mit dem Wetter hatten wir auch Glück! Neben Sternen, wolkenlosem Himmel gabs strahlendblauen Sonnenschein!!
Nach dem Spektakel ging es zu dritt am Ojek zum Kraterrand retour! Unglaublich!!
Ich hatte hin und wieder den Gedanken: was wäre wenn … der nun ausbricht!?
Die Jeeps (alle Farben waren vertreten) und Ojeks blieben ungefähr einen Kilometer vom Kraterrand entfernt stehen und man konnte mit Pferden für sehr viel Geld (100.000 IDR = 6 Euro, darum bekommt man schon eine Nacht in einer schönen Unterkunft) zum Kraterrand hinreiten.
Was für ein schönes Panorama man vom Kraterrand aus hat. Nichts nur in den Krater hinein, auch die Umgebung war ein Traum! Es hat sich richtig gelohnt hier her zu reisen.
Um 11 Uhr war die Bromo-Tour zu Ende und es ging mit unserem Fahrer gleich weiter nach Probolingo. Von dort nahmen wir den Bus nach Bondowoso für unseren nächsten Vulkan Mount Ijen!
Der Bus von Probolingo nach Bondowoso (wieder mal fünf Stunden im Bus mit AC) am Busbahnhof stehen und sofort standen vier Rikshas vor der Tür und belagerten uns. Daneben bohrende Fragen von allen Seiten: „Taxi?“, „Where you want to go?“, „Which Hotel?“,… Einfach mal aussteigen und paar Minuten die warme Luft genießen nach dem klimatisierten Bus (es ist immer sooo bitterkalt in den Busen; dies bescherte mir einen wundervollen Husten samt Schnupfen!).
Mit dem Riksha ging es dann ins Palmhotel mit Swimmingpool!!! Die Freude war groß, doch mit dem Bikini und dem Pajero dort angekommen überlegte ich es mir abrupt anders! Ich bin in einem muslimischen Land und selbst am Pool liegen die Frauen mit ihrem Schleier auf ihrer Liege während die Männer wie kleine Kinder in den Pool hüpfen. Okay, dann entschied ich mich mir ein kühles Bintang zu genehmigen :-)
Abends ging’s früh ins Bett zumal wir bereits um 4 Uhr morgens mit dem Fahrer zum nächsten Sonnenaufgang losfuhren. Mount Ijen stand am Programm! Um 6:30 Uhr erreichten wir den Startpunkt, von dort mussten wir noch eine Stunde rauf zum Krater gehen! Somit kein Sonnenaufgang mehr in Sicht! Egal! Dafür weniger Touristen. Nachdem der Vulkan Schwefel produziert wird dieser durch Manneskraft vom Krater rauf zum Kraterrand und runter zur Verladestation getragen! Unglaublich was die Männer da leisten!!!! Bis zu 100 kg tragen sie auf ihren Schultern und das zum Hungerlohn!! 800 IDR per Kilo!! Das ist umgerechnet 5 Cent!!! Die Männer gehen zweimal pro Tag an fünf Tagen in der Woche rauf zum Ijen um Schwefel ua für die Kosmetikindustrie runter zu tragen! Es ist kaum vorstellbar. Deren Schultern sind bedeckt von einer dicken Hornhautschicht!! Da werden so manche Dinge und Themen sehr schnell null und nichtig!!
Um elf Uhr ging es zurück Richtung Hotel. Für Nikolas und Sabine war es so okay, denn sie mussten sich bereits wieder am Rückweg nach Surabaya machen, der Rückflug nach Paris stand in wenigen Tagen bevor. Wie mit dem Hotel vereinbart hatten wir unser Gepäck im Auto mit dabei und der Fahrer lässt uns bei einer Busstation aussteigen, denn Thibaut und ich wollten gleich vom Ijen nach Bali. Der direkte Weg zum Hafen ist von hier lediglich zwei Stunden, anstelle wieder zum Hotel zurückzufahren und rund um den Ijen zu müssen. Fahrtdauer wäre dafür 6-8 Stunden gewesen!
Nach einer Weile im Auto hatte Thibaut intuitiv den Gedanken, dass da was nicht stimmt. Und so war es auch. Thibaut ließ den Fahrer anhalten, um zu klären, wo denn die Busstation ist. Der Fahrer verstand natürlich überhaupt kein Englisch. Wir versuchten durch andere Personen, die englisch und indonesisch könnten, die Sache zu klären. Es stellte sich heraus, dass von dort gar keine Busse fahren!
Nach langem hin und her diskutieren mit dem Hotel, die natürlich nichts mehr von der Vereinbarung wussten (aber Hauptsache das Geld für die Tour in der Tasche hatten *grml*) und dem sturen Fahrer, fuhren wir mit einem „Dolmetscher“ wieder zurück Richtung Ijen. Dort ging es mit dem Ojek nochmal rauf zum Ijen. Wir fragten Einheimische, die von der Ijenbesichtigung retour kamen, ob sie uns mit nach Banyuwangi mitnehmen können. Doch leider reisten alle mit der ganzen Familie, dass kein Platz mehr in deren Auto war. Ojeks führen für teures Geld dorthin. Dann die Idee: Auto stoppen! :-) Kurze Zeit später hatten wir Glück! Ein Transporter blieb stehen! So ging es per Anhalter, der Fahrer transportierte mit einem uralten Transporter Kraut auf seiner Ladefläche (unsere Rucksäcke lagen oben drauf :-), Richtung Banyuwangi (dort gab es Busse). Es war eine gratis Sightseeing Tour vorbei an Kaffeeplantagen, Reisfeldern, Palmenwälder, hübschen kleinen Dörfern und dauerte gut 1,5 Stunden! Java ist eine wundervolle grüne Insel!
Der Fahrer war so nett und ließ uns bei der Busstation aussteigen. Kaum ausgestiegen riefen gleich mehrere Männer: „Bali?“, „Ijen?“, „Taxi?“,…
Wir hieften unsere Rucksacke um die Schultern und rein in den nächsten Minibus. Auf der Fahrt begleitete uns ein Touristenpaar. Schon wieder Franzosen. Das gibt’s doch nicht. Ich hab ehrlich nichts gegen Franzosen, im Gegenteil, die sind durchaus nett und haben Charme. Aber müssen die nicht arbeiten? Überall sind sie. Schon seit drei Wochen bin ich umgeben von Franzosen! Wo macht Österreich denn so Urlaub? Auf meiner gesamten Reise habe ich keinen einzigen Österreicher getroffen!! Egal :-).
Der Bus brachte uns direkt zum Hafen!! Endlich am Ziel!
Nach dem kleinen Zwischenfall lief am Ende alles wie am Schnürchen und wir saßen im alten Dampfer zur Überfahrt von Ketapang nach Gilimanuk!
Bali wir kommen!!! :-)

Liebe Grüße in die Heimat!
Ulli

Frauen machen das Leben bunt!

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2 Antworten zu “Salam aus Ostjava

  1. Hallo liebe Ulli!

    Ein Abenteuer jagt das nächste, yeah, weiter so!!!

    Godzilla hab ich mir letztes Wochenende auch angeschaut. Aber auf deutsch :0) Nächstes Wochenende soll bei uns endlich an der 30 Grad Grenze gekratzt werden. Hoffentlich behalten die Wetterfrösche mal recht. Das Wetter wollen Bartosz und ich für eine kleine Bootstour nutzen und SO/MO sind wir im Südburgenland Wein verkosten.

    Die Zeit rast wie im Fluge und bald bist du wieder da! Magst überhaupt zurückkommen?

    Bussi,
    Moni

  2. Halli hallo!
    Das Leben hält uns jeden Tag beide Wangen hin.
    Ob wir uns trauen,sie genussvoll zu küssen,
    Bleibt unsere Entscheidung.
    Ich denke auf deiner Reise hast du schon viele Wangen geküsst und das Leben in vollen Zügen eingelassen….
    ….nur noch 19 Tage und du kommst nach Hause….
    Freuen uns schon sehr dich in die arme drücken zu dürfen….
    Dicken schmatz
    Doris und rudi

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